Meloidae - Ölkäfer
Die Ölkäfer haben in den letzten Jahren viel Aufmerksamkeit erhalten. Maiwürmer beunruhigten Kindergärten und verursachten u. a. Spielplatzschließungen und die Regenbogenpresse bekam ein neues Aufregethema.
Ölkäfer enthalten den Giftstoff Cantharidin zur Abwehr von Fressfeinden. Dieser wird bei Gefahr als Tröpfchen an den Beingelenken abgesondert. Der ganze Käfer zeigt einen fettigen Glanz und ist giftig - ein Imago soll bereits eine für den Menschen tödliche Giftdosis enthalten. So geschützt zeigen die Tieren kaum ein Fluchtverhalten. Für den Umgang mit ihnen ergibt sich damit eine eindeutige Botschaft: nicht anfassen und nicht verzehren. Lässt man die Käfer in Ruhe, sind sie harmlos. In Mitteleuropa leben etwa 40 Arten die i. d. R. geschützt sind.
Ölkäfer zeichnen sich durch eine extrem spezialisierte, parasitische Entwicklung mit vielen unterschiedlichen Larvenstadien aus. Etliche Arten entwickeln sich in Nestern von Wildbienen (Sand- und Mauerbienen), einige parasitieren die Gelege von Heuschrecken.
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