Hipparchia - Samtfalter und Waldportiere
| Zur Familie Hipparchia gehören mit den Waldportieren unsere größten und seltensten Augenfalter. Die sehr seltenen Waldportiere zu beobachten war mir bislang leider nicht vergönnt. Im Sommer 2011 weilte ich in Göteborg in Schweden. Bei einem Ausflug auf die Schäreninsel Marstrand fielen mir zwischen den Granitfelsen permanent im Zickzack auffliegende Falter ins Auge, die sofort nach dem Absetzen mit dem Untergrund verschmolzen. Durch die tarnfarbige Flügelunterseite und das seitliche Abkippen der Flügel beim Absetzen zur Verminderung des Schattens, wird der Ockerbindige Samtfalter, Hipparchia semele auf felsigem Untergrund nahezu unsichtbar. Die seitenflächen-sonnenden Falter können i. d. R. nicht mit geöffneten Flügeln fotografiert werden. Der Ockerbindige Samtfalter ist typisch für spärlich bewachsene Fels-, Trockenrasen-, Dünen- und Heidebiotope. Als Raupenfutterpflanzen nutzt die Art Schafschwingel (Festuca ovina), Aufrechte Trespe (Bromus erectus), Silbergras (Corynephorus canescens) und Strandhafer (Ammophila arenaria). Die Falter fliegen von Juli -September. Im Herbst 2006 fotografierte ich auf Samos einen weiteren Vertreter der Hipparchia. Auch dieser Falter verschmolz vollkommen mit dem vom Sommer ausgedörrten Felsboden. Nach derzeitiger Recherche könnte es sich um H. mersina handeln. Eine sichere Abgrenzung der Art ist nur anhand der Duftschuppen der Flügel gegeben, so dass eine hinreichende Bestimmung anhand des Fotos nicht möglich ist. Literatur: |





